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WSOP 2026: Bad Beats Part 1

June 5, 2026 4 min Read

Das zweite Update von der WSOP 2026 aus Las Vegas dreht sich um Bad Beats. Mit dabei sind in dieser Kategorie -die ganz sicher noch Zuwachs bekommen wird – Doug Polk, Daniel Negreanu und Ricky Landais.

Ricky Landais kassiert Next-Level-Bad-Beat!

Eine unfassbare Hand spielte sich beim $10.000 GGMillion$ High Roller (Event #11) der WSOP 2026 ab. Ein technischer Fehler beim Dealen der Gemeinschaftskarten sorgte für das extrem bittere Aus von US-Pro Ricky Landais.

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Ricky Landais (Foto: Jazmyn Le / WSOP.com)

Das Drama in vier Akten:

  1. Der Showdown: Landais stand mit nur noch sechs Big Blinds mit dem Rücken zur Wand. Er bekam dann aber einen guten Spot mit A♣K♣ gegen A♦9♠ gegen Bobby James serviert, war im Showdown 73%-Favorit auf den dringend benötigten Verdoppelr.
  2. Die Flop-Panne: Die Dealerin drehte versehentlich vier statt drei Karten um (4♥5♦K♦6♦) – darunter der rettende König (K♦) für Landais. Die Turnierleitung musste eingreifen, und nach kurzer Diskussion wurden die vier Karten – den offiziellen Regeln entsprechend – verdeckt gemischt und eine als “verbrannt” aussortiert.
  3. Das Drama um den König: Aussortiert wurde schließlich der für Landais wichtige (aber theoretisch nicht lebenswichtige) König. Auch ohne Top-Pair Top-Kicker war er 77%-Favorit. Die 8♥ am Turn gab James dann zwar Outs zur Straight, die Siegchance von Landais erhöhte sich gleichzeitig aber auf 84%.
  4. Der Runner-Runner-Albtraum: Eigentlich kein Grund zur Panik, doch für den Poker-Gott war es wohl die Gelegenheit, eine bis dahin kuriose Hand mit dem höchstmöglichen Drama abzuschließen. Denn am River schlug die 7♣ zur Runner-Runner-Straight für James ein, sodass Landais fassungslos das Turnier auf Platz 22 für $41.942 verlassen musste.

Rein technisch war es sicher nicht der heftigste Bad Beat der WSOP-Geschichte. Aber durch die Entstehung dürfte ein Platz in den Top Ten der WSOP 2026 sicher sein.

Der 3-Outer-Albtraum von Daniel Negreanu

Poker-Superstar Daniel Negreanu erlebte bei der $25.000 Heads-Up Championship (Event #7) der WSOP einen der brutalsten Bad Beats seiner Karriere und schied im Achtelfinale ($60.000) gegen den Chinesen Biao Ding aus.

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Daniel Negreanu (Foto: Travis Ball / WSOP.com)
  1. Die totale Dominanz: Negreanu erwischte einen Traumstart, drückte Biao Ding komplett an die Wand und hielt schnell eine scheinbar uneinholbare 10:1-Führung nach Chips.
  2. Der Matchball: Zwar konnte Ding in der Folge zweimal verdoppeln, doch Negreanu blieb vorne und schafft es den Chinesen beim nächsten Showdown mit A♥Q♦ gegen A♠9♠ zu dominieren.
  3. Das 7-Prozent-Wunder: Negreanu war zunächst nur 66%-Favorit. Am 5♥6♦2♦-Flop erhöhte sich die Zahl auf 83% und nach der 10♠ am Turn sogar auf 93%. Ding blieben nur noch drei Outs und mickrige 7% Überlebenschance. Doch es reichte, denn am River fiel zum Entsetzen von Negreanu die 9♦.
  4. Der totale Kollaps: Im Boxen spricht man von einem echten Wirkungstreffer, und der war es dann auch. „Ich halte das verdammt noch mal nicht mehr aus“, ließ Negreanu seinem Frust freien Lauf und wandte sich anschließend resignierend an seine Rail: „Wir sind zwar noch nicht ganz fertig, aber im Grunde sind wir durch.“ So war es dann auch, wenig später verlor der siebenfache Bracelet-Gewinner auch das letzte All-in gegen Biao Ding.

Runner-Runner-Wahnsinn: Alex Keating schockt Doug Polk

Auch Doug Polk kassierte bei der Heads-up Championship einen Bad Beat, allerding schon in Runde eins, sodass er ohne Preisgeld blieb.

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Douglas Polk (Foto: Monique Marestein / WSOP.com)
  1. Die Ausgangslage: Doug Polk spielte in der ersten Runde des extrem stark besetzten $25k Heads-Up Turniers gegen den US-Pro Alex Keating. Zwar büßte er schnell den halben Stack ein, hielt vor dem entscheidenden Showdown in Level 8 aber noch komfortable 23 Big Blinds.
  2. Das Preflop-All-in: Polk eröffnete am Button mit J♠J♣ und snapp-callte das All-in von Keating, der im Showdown nur J♥8♥ präsentierte.
  1. Flop & Turn scheinen safe: Der Flop mit 4♥4♦6♠ war absolut safe für Polk. Auch die 5♠ am Turn brachte Keating lediglich einem extrem dünnen Gutshot-Straight-Draw mit vier Outs im Deck. Mit über 90% war Polk vor dem River also haushoher Favorit.
  2. Der River-Killer: Doch auch in diesem Fall reichte es nicht. Am River schlug die 7♥ zur Backdoor-Straße für Keating ein.

Für Polk, der dieses Event 2023 als Runner-up beendet hatte, ist es eine weitere bittere Erfahrung bei der World Series in Las Vegas. Vor einem Jahr war er beim Main Event kurz vor dem Geld mit Aces gegen Kings ausgeschieden.

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