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WSOP 2026: Sebastian Pauli gewinnt das Razz-Bracelet

June 15, 2026 3 min Read

Sebastian Pauli hat es endlich geschafft! Der mittlerweile 36-jährige deutsche Pokerspieler gewann in der vergangenen Nacht – nach einem historischen Heads-up gegen seinen bereits dreifach dekorierten Landsmann Dennis Weiss – sein erstes Bracelet der World Series of Poker in Las Vegas.

Pauli beseitigt alle Zweifel

Im Sommer 2013 spielte Sebastian Pauli sein erstes WSOP-Turnier und erreichte in seiner Lieblingsvariante Razz auf Anhieb den Final Table. Am Ende sprang Platz vier für $52.844 heraus. Seitdem war Pauli jeden Sommer in Las Vegas, doch trotz über 60 ITM-Platzierungen konnte er den Anfangserfolg nicht wiederholen.

Dass Pauli nach 13 Jahren Grind am Sonntag ausgerechnet beim $1.500 Razz (Event#40) geklappt hat, war entsprechend besonders: „Dieses Bracelet zu gewinnen bedeutet mir sehr viel. Razz ist einfach mein Lieblingsspiel, und ich erzähle den Leuten immer wieder, dass ich wirklich gut darin bin. Doch nach 13 Jahren ohne nennenswerten Erfolg, denke ich, dass die Leute angefangen haben zu zweifeln.“

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Sebastian Pauli ballt die Siegerfaust (Foto: Lennart Hennig / WSOP.com)

Historisches deutsches Heads-up

In einem extrem spannenden Finale, das zu sechst begann, kristallisierte sich überraschend früh heraus, dass der Weg zum Bracelet über die beiden Deutschen führen wird. Pauli hatte für die Bustouts von Adam Owen (6./$21.850) und Stephen Hubbard (4./$42.589) gesorgt. Weiss sicherte sich fast den kompletten Stack des ehemaligen Chipleaders Jon Turner (5./$30.177), ehe er Oscar Johansson ($61.393) auf Platz drei eliminierte.

Es folgte das erste Heads-up der WSOP-Geschichte zwischen zwei deutschen Spieler, das sich dann auch noch zu einem echten Krimi entwickelte. Pauli lag knapp vorne, hatte dem druckvollen Spiel von Weiss zunächst aber wenig entgegenzusetzen. Nach rund eineinhalb Stunden führte der dreifache Bracelet-Gewinner mit 12.675.000 zu 300.000 Chips. Doch es folgte ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Spieler mehrfach taumelten, sich aber immer wieder berappelten. Der Kampf endete erst nach fast fünf Stunden zu Gunsten von Pauli, der zum Bracelet $135.564 Preisgeld bekam.

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Sebastian Pauli und Dennis Weiss im hart umkämpften Heads-up (Foto: Lennart Hennig / WSOP.com)

Weiss auf den Spuren von George Danzer

Für Weiss blieb als Runner-Up ein Preisgeld in Höhe von $90.534, vor allem aber auch die Erkenntnis, dass er als erster Deutscher nach George Danzer (2014) eine echte Chance auf den Titel „WSOP Player of the Year“ hat.

In diesem Jahr fließen die 15 besten Ergebnisse der Veranstaltungen in Prag, Las Vegas und auf Paradise Island in die Wertung. Und der in Wien lebende Pro hat seinen Punktestand durch das Razz-Ergebnis um 375 Punkte auf 1.686 ausgebaut. Im besten Falle reicht das sogar für den Sprung von Platz zwölf an die Spitze. Dafür müssen wir aber noch auf das Update bei WSOP.com. Dort wird noch der Doppel-Champion Naoya Kihara (1.665 Punkte) aus Japan als Führender ausgewiesen.

Die derzeitige Form, die Allroundfähigkeiten und das Spielvolumen von Weiss sprechen auf jeden Fall dafür, dass er noch nicht fertig hat bei der WSOP 2026. Und vielleicht kommt es schneller als erwartet auch zum nächsten Duell mit Sebastian Pauli. Beide werden ziemlich sicher bei der heute beginnenden $10.000 Razz Championship an den Start gehen.

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POY-Kandidat Dennis Weiss (Foto: Lennart Hennig / WSOP.com)

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