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Super Saturday: Freddy gewinnt Bracelet Pass im dritten Anlauf

May 16, 2026 3 min Read

Wenn Freddy O. aktuell an Poker denkt, dürfte sein Puls ungefähr so hoch schlagen wie beim allerersten Date. Nur dass der Jackpot diesmal deutlich größer ist als ein Abendessen bei McDonald’s. Der 29-Jährige aus Greifswald hat am vergangenen Samstag auf GGPoker.de das “SUPER SATURDAY“ gewonnen – und damit nicht nur 873 Dollar Preisgeld für Platz 1 kassiert, sondern zusätzlich auch den Bracelet Pass im Wert von 10.000 Dollar für das legendäre WSOP Main Event in Las Vegas abgeräumt. Jenes Turnier also, bei dem Anfang Juli Tausende Spieler um Millionenbeträge und Poker-Unsterblichkeit kämpfen werden.

Für Freddy, online besser bekannt als “Freddyfufu“, ist das Ganze noch immer ein wenig surreal. Das merkt man bereits während des Interviews. Zwischen Vorfreude, leichtem Unglauben und vorsichtiger Nervosität wird schnell klar: Da wartet gerade etwas richtig Großes auf jemanden, dessen bisher höchstes Live-Buy-In irgendwo knapp oberhalb der 200-Euro-Marke lag. Nun geht es plötzlich zur Poker-WM auf die größte Bühne, die man sich überhaupt vorstellen kann.

Vom Hobbyspieler zum Poker-Studenten

Poker spielt Freddy bereits seit rund zehn Jahren. Lange allerdings eher aus Spaß und ohne allzu große Theorieambitionen. Der studierte ITler, der heute als Software-Entwickler arbeitet, begann erst vor einigen Monaten etwas intensiver darüber nachzudenken, dass beim Poker womöglich doch etwas mehr als nur Glück und Kartenvergleich über Gewinn oder Verlust entscheiden könnte. Eine steile These für Außenstehende – in Pokerkreisen allerdings ungefähr so revolutionär wie die Erkenntnis, dass Asse eine gute Starthand sind.

Seitdem analysiert Freddy sein eigenes Spiel deutlich bewusster, beschäftigt sich mit Strategien und hat sich sogar einer Poker-Studygroup angeschlossen. Online bewegt sich der Norddeutsche normalerweise in Turnieren mit Buy-Ins zwischen fünf und zehn Dollar. Live-Erfahrung sammelte er unter anderem in der Spielbank Rostock und in Schenefeld. Auf seinen ersten größeren Live-Cash wartet Freddy allerdings noch immer. Die World Series of Poker in Las Vegas wäre dafür natürlich ein ziemlich spektakulärer Ort.

super saturday - freddyfufu

Ein Ass verändert alles

Den entscheidenden Anstoß für die Teilnahme gab letztlich eine Promotion von GGPoker Mitte April. Für eine Einzahlung von 300 Dollar gab es gleich fünf Tickets für das SUPER SATURDAY. Die ersten beiden Versuche an den Samstagen zuvor verliefen eher unspektakulär. Beim dritten Anlauf lief dann plötzlich alles zusammen.

Einen kritischen Moment am Final Table musste er jedoch trotzdem überstehen. Mit Ass-Dame wanderte das komplette Chip-Inventar vor dem Flop in die Mitte – allerdings ausgerechnet gegen Könige. Und noch bitterer: Die hielt ausgerechnet ein guter Bekannter und Freund von Freddy. Einer von beiden würde also entweder einen riesigen Schritt Richtung WSOP in Las Vegas machen – oder den anderen vermutlich für ein paar Tage nicht mehr besonders sympathisch finden. Das Turnier-Aus schien für Freddy bereits besiegelt. Doch ein Ass auf dem Board verhinderte nicht nur den Bustout, sondern katapultierte den Norddeutschen direkt zum Chipleader. Diese Führung gab er anschließend nicht mehr aus der Hand. Und plötzlich war aus einem normalen Samstagabend im heimischen Greifswald eine Reise nach Las Vegas geworden.

Zwischen Schachbrett, Schwimmbad und WSOP

Abseits des Pokertisches beschäftigt sich Freddy gerne mit Schach. 2025 nahm er sogar an den renommierten Grenke Chess Open in Karlsruhe teil. Außerdem geht er regelmäßig schwimmen, um den Kopf freizubekommen – eine Fähigkeit, die man bei einem achtstelligen Preispool in Las Vegas vermutlich ganz gut gebrauchen kann. Pokertechnisch orientiert sich Freddy unter anderem am kanadischen Poker-Profi und Twitch-Streamer Kevin Martin. Auch bei Livestreams von Q_Poker schaut der 29-Jährige gerne rein, um sein eigenes Spiel weiterzuentwickeln.

USA-Erfahrung besitzt Freddy bislang übrigens noch gar nicht. Nach Las Vegas wird ihn Ende Juni deshalb vermutlich ein guter Freund begleiten. Und wer weiß: Vielleicht erlebt “Freddyfufu“ dort schon bald seinen ersten großen Live-Cash. Einen verrückteren Ort für dieses Debüt gibt es schlicht nicht.

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