WSOP Circuit Venlo: Martin Lenochs Traumlauf zu 236.000 €

„Im Lauf drauf“ ist vielleicht ein abgedroschener Pokerspruch, bewahrheitet sich aber immer wieder. Diesmal in Venlo beim WSOP International Circuit. Ein bis dato unbekannter Pokerspieler aus Deutschland gewann zwei Gold Ringe und rund 236.000 € an Preisgeldern.
Lenoch erwischt den Lauf seines Lebens
Laut Poker-Datenbank The Hendon Mob brachte es Martin Lenoch vor der 2026er WSOPC-Veranstaltung in Venlo auf Preisgelder in Höhe von $13.601. Die verteilen sich auf fünf ITM-Platzierungen, darunter zwei Cashes aus Venlo in den Jahren 2024 und 2025.
Diesmal erwischte Lenoch aber einen Lauf, von dem jeder Hobby-Pokerspieler träumt. Am 12. Mai gewann er mit dem 680 € Monsterstack (282 Entries) nicht nur sein erstes Liveturnier für 35.362 €, sondern auch den prestigeträchtigen Circuit Gold Ring der WSOP. Doch damit nicht genug. Der in der Pokerszene komplett unbekannte Deutsche legte ein paar Tage später kräftig nach, feierte sensationell auch den Sieg beim 1.500 € Main Event für 200.384 € plus Circuit Gold Ring Nummer 2.

Qualifier Lorenz Freitag wird Runner-Up
Das Hauptturnier in Venlo war mit 851 Entries stark besucht, sodass statt der garantierten 500.000 € sogar 1.114.384 € an Preisgeldern ausgespielt wurden. Der Bärenanteil davon ging nach Deutschland, denn hinter Lenoch belegten GGPoker-Qualifikant Lorenz Freitag (128.500 €), Konstantinos Nanos (62.700 €), Dennis Schmitt (45.000 €) und Nicolai Striewe (24.400 €) die Plätze zwei, vier, fünf und sieben.
Dass Lenoch und Freitag den Sieg ausspielten, kam am Ende wenig überraschend. Beide hatten dem Finaltag ihren Stempel aufgedrückt, wechselten sich mit dem Chiplead mehrfach ab. Als Freitag dann mit A♦A♣ gegen K♠K♣ und 10♥10♦ per Doppelschlag Schmitt und Nanos an die Rail schickte schien das Pendel zu seinen Gunsten auszuschlagen. Doch Lenoch verkürzte durch den Bustout von Panagiotis Mavritsakis (3./89.000 €) und holte Heads-up schließlich einen 1:2-Rückstand gegen Freitag auf.
Bei fast ausgeglichenen Stacks lief schließlich alles auf eine große Hand hinaus. Freitag spielte mit A♥5♦ auf 2♦10♣Q♦6♦K♥ einen riesigen Bluff und bekam einen schnellen Call von Lenoch mit 8♦7♦ zum Flush.

Das Ergebnis vom Final Table
| Platz | Name | Land | Preis |
|---|---|---|---|
| 1 | Martin Lenoch | Deutschland | € 200.384 |
| 2 | Lorenz Freitag | Deutschland | € 128.500 |
| 3 | Panagiotis Mavritsakis | Griechenland | € 89.000 |
| 4 | Konstantinos Nanos | Deutschland | € 62.700 |
| 5 | Dennis Schmitt | Deutschland | € 45.000 |
| 6 | Floyd van Houwelingen | Niederlande | € 32.800 |
| 7 | Nicolai Striewe | Deutschland | € 24.400 |
| 8 | Heskey Selva | Niederlande | € 18.500 |
| 9 | Ivan Antipov | Russland | € 14.300 |





